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Jungvieh auf der Weide

Blick zum Besler, © Obermaiselstein

Geschichte & Zweck der AlpwirtschaftGeschichte & Zweck der Alpwirtschaft

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Die Alpwirtschaft hat Tradition. Aus der Geschichte geht hervor, daß bereits ab dem Jahr 1000 n. Chr. Vieh auf den Alpen gesömmert wurde. Im 19. Jahrhundert stieg die Wertschätzung der Alpen mit der Bedeutung der Milchwirtschaft im Allgäu.

Viele Alpen, auf die bis dahin “Galtvieh” = Jungvieh geschickt wurde, wandelte man in Sennalpen um. In der heutigen Zeit, wo es in der Milchwirtschaft ums Überleben geht, sind die meisten Sennalpen wieder zu Galtalpen geworden, denn das Buttern und Käsen in großen Mengen ist auf der Alpe unrentabel, da die Milchleistung durch Witterung und Weideflächen größeren Ertragsschwankungen unterworfen ist als im Tal.

Das jetzt auf den Alpen gesömmerte Jungvieh gilt nach wie vor als besonders gesund und ist vielen Bauern auch weiterhin die Kosten und den Aufwand wert. Die Alpbeweidung hat neben der wirtschaftlichen Nutzung einen landschaftsschützerischen Aspekt, dessen Wert sehr hoch einzuschätzen ist. Durch die Beweidung und die Pflege der Alpböden wird die Erosionsentwicklung weitgehend verhindert und eine intakte Bergwelt erhalten. Ein staatliches “Kulturlandschaftsprogramm” bezuschusst und fördert die Alpwirtschaft zugunsten von Pflege und Erhalt unserer schönen Berglandschaft. Die Älpler und das Vieh leben mit der Natur!